Metering

Die SWI-Zählerstelle ist ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um Ihre Zähler für Strom, Erdgas, Wärme und Wasser. Messstellen- und Messrahmenvertrag finden Sie in den Downloads in der linken Spalte.

Grundzuständiger Messstellenbetreiber

Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH übernimmt nach § 3 MsbG den grundzuständigen Messstellenbetrieb in ihrem Netzgebiet. Ausgenommen hiervon sind anderweitige Vereinbarungen nach §§5 oder 6 MsbG durch den Anschlussnutzer bzw. den Anschlussnehmer. Somit wird die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH nach den geltenden Gesetzen Messstellen mit modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ausstatten. 

Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH hat insgesamt 78.634 Zählpunkte, von denen bis 2020 7.870 mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet werden.

Entgelt Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme (nach § 31 MsbG)

Jahresstromverbrauch 2017 2018 2019
€ pro Jahr € pro Jahr € pro Jahr
Messstellen > 100.000 kWh Preise werden individuell ermittelt
Messstellen > 50.000 ≤ 100.000 kWh 168,07 netto 168,07 netto 168,07 netto
(200,00 brutto) (200,00 brutto) (200,00 brutto)
Messstellen > 20.000 ≤   50.000 kWh 142,86 netto 142,86 netto 142,86 netto
(170,00 brutto) (170,00 brutto) (170,00 brutto)
Messstellen > 10.000 ≤   20.000 kWh 109,24 netto 109,24 netto 109,24 netto
(130,00 brutto) (130,00 brutto) (130,00 brutto)
Messstellen > 6.000   ≤   10.000 kWh 84,03 netto 84,03 netto 84,03 netto
(100,00 brutto) (100,00 brutto) (100,00 brutto)
Messtellen mit unterbrechenbarer Verbrauchseinrichtung 84,03 netto 84,03 netto 84,03 netto
(100,00 brutto) (100,00 brutto) (100,00 brutto)
Installierte Leistung (Erzeugungsanlagen) 2017 2018 2019
€ pro Jahr € pro Jahr € pro Jahr
Messstellen > 30 ≤ 100 kW 168,07 netto 168,07 netto 168,07 netto
(200,00 brutto) (200,00 brutto) (200,00 brutto)
Messstellen > 15 ≤ 30 kW 109,24 netto 109,24 netto 109,24 netto
(130,00 brutto) (130,00 brutto) (130,00 brutto)
Messstellen > 7 ≤  15 kW 84,03 netto 84,03 netto 84,03 netto
(100,00 brutto) (100,00 brutto) (100,00 brutto)

Entgelt Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtung (nach §32 MsbG)

Jahresstromverbrauch 0-6.000 kWh 2017 2018 2019
€ pro Jahr € pro Jahr € pro Jahr
Moderne Messeinrichtung 16,81 netto 16,81 netto 16,81 netto
(20,00 brutto) (20,00 brutto) (20,00 brutto)

Zusatzleistungen nach §35 MsbG

2017 2018 2019
€ pro Jahr € pro Jahr € pro Jahr
Bereitstellung von Strom- und Spannungswandler (Mittelspannung) 260,84 netto 268,66 netto 276,72 netto
(310,40 brutto) (319,71 brutto) (329,30 brutto)
Bereitstellung von Strom- und Spannungswandler (Niederspannung) 32,44 netto 33,45 netto 34,45 netto
(38,60 brutto) (39,81 brutto) (41,00 brutto)
Bereitstellung von Tarifumschaltung bei mMe 22,61 netto 23,28 netto 24,03 netto
(26,91 brutto) (27,70 brutto) (28,60 brutto)

FAQ Smart Meter

Was ist eine moderne Messeinrichtung (mME)?

Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch elektronisch erfasst und auf einem Display darstellt.  Sie löst die herkömmlichen elektromechanischen Stromzähler („Ferraris-Zähler“) ab, die nur den aktuellen Zählerstand anzeigen. Eine mME kann dagegen auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate anzeigen. Durch Anbindung an ein Smart Meter Gateway kann die mME zu einem intelligenten Messsystem (iMSys) erweitert werden.

Was ist ein intelligentes Messsystem (iMSys)?

Das iMSys besteht aus einer mME und einem Smart Meter Gateway für die Datenkommunikation. Während die mME die Verbrauchsdaten nur anzeigt, kann das iMSys die Daten auch fernübertragen. So werden etwa alle 15 Minuten Zählerstände und Lastgänge erhoben und automatisch übertragen.

Verursacht der Einbau einer mME Mehrkosten für Privatkunden?

Für die Umbauarbeiten fallen im Rahmen des turnusmäßigen Zählerwechsels durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber keine Kosten an.

Ob der grundzuständige Messstellenbetreiber – in Ingolstadt ist dies die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH – eine jährliche, von der Energieabrechnung separate Rechnung für die mME in Höhe von 20 Euro brutto stellt, hängt davon ab, ob der Vertrag des Kunden mit seinem Energielieferanten den Messstellenbetrieb beinhaltet oder nicht.

Beim wem wird die neue Technologie installiert?

Bis 2032 müssen alle herkömmlichen Zähler durch mMEs ersetzt werden. Die Stadtwerke Ingolstadt beginnen ab Herbst 2017 mit dem Einbau. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, werden zunächst alle Neubauten sowie Kunden mit mMEs ausgestattet, für deren Zähler ohnehin der obligatorische Turnuswechsel alle acht Jahre ansteht.

Der Einbau von iMSys startet, sobald die Smart Meter Gateways zu Verfügung stehen, was aktuell noch nicht der Fall ist. Zunächst werden Kunden mit einem Jahresverbrauch größer als 10.000 Kilowattstunden (kWh) mit einem iMSys ausgerüstet, ab 2020 Kunden ab 6.000 kWh Jahresverbrauch.

Können Kunden den Einbau verweigern?

Nein. Der Gesetzgeber hat die Umrüstung im neuen Messstellenbetriebsgesetz geregelt, das seit September 2016 in Kraft ist. Der Einbau ist damit verpflichtend.

Was wird mit der technischen Aufrüstung bezweckt?

Die Stromerzeugung wird mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien dezentraler und volatiler. Dadurch steigen die Anforderungen an den Netzbetrieb sowie die Koordinierung von Stromangebot und -nachfrage. Mit der Einführung der intelligenten Messsysteme verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, eine technische Infrastruktur für die Energiewende zu schaffen. Mit Hilfe der neuen Geräte können beispielsweise variable Stromtarife eingeführt werden, die niedrige Preise bei geringer Stromnachfrage während der Nacht und höhere Preise in Zeiten von hoher Stromnachfrage berücksichtigen. Außerdem können dezentrale Stromerzeuger wie Photovoltaik- oder Windenergieanlagen gesteuert werden, um das Stromnetz stabil zu halten. Hierfür ist aber zusätzlich noch eine Steuerbox erforderlich, die die Geräte zu- oder abschalten kann.

Welche Vorteile bringen die neuen Technologien für den Kunden?

Die neuen Technologien bilden die technische Basis für künftige Anwendungen, die dazu beitragen sollen Strom und Kosten zu sparen. Sie ermöglichen etwa:

  • mehr Verbrauchstransparenz
  • variable Energietarife abhängig von Tageszeit und Stromangebot und -nachfrage
  • Vermeidung von Vor-Ort-Ablesekosten
  • Bereitstellung von Informationen zur Stabilisierung des Stromnetzes
  • Steuerung dezentraler Erzeuger und flexibler Lasten

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