Metering

Die SWI-Zählerstelle ist ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um Ihre Zähler für Strom, Erdgas, Wärme und Wasser. Messstellen- und Messrahmenvertrag finden Sie in den Downloads in der linken Spalte.

Grundzuständiger Messstellenbetreiber

Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH übernimmt nach § 3 MsbG den grundzuständigen Messstellenbetrieb in ihrem Netzgebiet. Ausgenommen hiervon sind anderweitige Vereinbarungen nach §§5 oder 6 MsbG durch den Anschlussnutzer bzw. den Anschlussnehmer. Somit wird die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH nach den geltenden Gesetzen Messstellen mit modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ausstatten. 

Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH hat insgesamt 78.634 Zählpunkte, von denen bis 2020 7.870 mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet werden.

FAQ Smart Meter

Was ist eine moderne Messeinrichtung (mME)?

Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch elektronisch erfasst und auf einem Display darstellt.  Sie löst die herkömmlichen elektromechanischen Stromzähler („Ferraris-Zähler“) ab, die nur den aktuellen Zählerstand anzeigen. Eine mME kann dagegen auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate anzeigen. Durch Anbindung an ein Smart Meter Gateway kann die mME zu einem intelligenten Messsystem (iMSys) erweitert werden.

Was ist ein intelligentes Messsystem (iMSys)?

Das iMSys besteht aus einer mME und einem Smart Meter Gateway für die Datenkommunikation. Während die mME die Verbrauchsdaten nur anzeigt, kann das iMSys die Daten auch fernübertragen. So werden etwa alle 15 Minuten Zählerstände und Lastgänge erhoben und automatisch übertragen.

Verursacht der Einbau einer mME Mehrkosten für Privatkunden?

Für die Umbauarbeiten fallen im Rahmen des turnusmäßigen Zählerwechsels durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber keine Kosten an.

Ob der grundzuständige Messstellenbetreiber – in Ingolstadt ist dies die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH – eine jährliche, von der Energieabrechnung separate Rechnung für die mME in Höhe von 20 Euro brutto stellt, hängt davon ab, ob der Vertrag des Kunden mit seinem Energielieferanten den Messstellenbetrieb beinhaltet oder nicht.

Beim wem wird die neue Technologie installiert?

Bis 2032 müssen alle herkömmlichen Zähler durch mMEs ersetzt werden. Die Stadtwerke Ingolstadt beginnen ab Herbst 2017 mit dem Einbau. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, werden zunächst alle Neubauten sowie Kunden mit mMEs ausgestattet, für deren Zähler ohnehin der obligatorische Turnuswechsel alle acht Jahre ansteht.

Der Einbau von iMSys startet, sobald die Smart Meter Gateways zu Verfügung stehen, was aktuell noch nicht der Fall ist. Zunächst werden Kunden mit einem Jahresverbrauch größer als 10.000 Kilowattstunden (kWh) mit einem iMSys ausgerüstet, ab 2020 Kunden ab 6.000 kWh Jahresverbrauch.

Können Kunden den Einbau verweigern?

Nein. Der Gesetzgeber hat die Umrüstung im neuen Messstellenbetriebsgesetz geregelt, das seit September 2016 in Kraft ist. Der Einbau ist damit verpflichtend.

Was wird mit der technischen Aufrüstung bezweckt?

Die Stromerzeugung wird mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien dezentraler und volatiler. Dadurch steigen die Anforderungen an den Netzbetrieb sowie die Koordinierung von Stromangebot und -nachfrage. Mit der Einführung der intelligenten Messsysteme verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, eine technische Infrastruktur für die Energiewende zu schaffen. Mit Hilfe der neuen Geräte können beispielsweise variable Stromtarife eingeführt werden, die niedrige Preise bei geringer Stromnachfrage während der Nacht und höhere Preise in Zeiten von hoher Stromnachfrage berücksichtigen. Außerdem können dezentrale Stromerzeuger wie Photovoltaik- oder Windenergieanlagen gesteuert werden, um das Stromnetz stabil zu halten. Hierfür ist aber zusätzlich noch eine Steuerbox erforderlich, die die Geräte zu- oder abschalten kann.

Welchen Nutzen habe ich als Verbraucher von einer modernen Messeinrichtung oder einem intelligenten Messsystem?

Genauere Verbrauchsinformationen

Als Verbraucher können Sie mit einer modernen Messeinrichtung oder einem intelligenten Messsystem Ihre aktuellen oder vergangenen Energieverbrauchswerte tages-, wochen-, monats- und jahresbezogen einsehen. Dadurch haben Sie folgende Vorteile:

  • höhere Transparenz über Ihren Stromverbrauch
  • mögliche Identifikation verbrauchsintensiver Geräte
  • Aufzeigen von Einsparpotentialen
  • Vereinfachung der Überprüfung der Abrechnung

Variable Stromtarife

Durch die zukünftige Messung Ihres tatsächlichen Verbrauchsverhaltens, können Sie Stromlieferverträge abschließen, die besser zu Ihrem individuellen Verbrauchsverhalten passen.

Zähler-Ablesungen

Eine Vor-Ort-Ablesung direkt am Gerät ist bei intelligenten Messsystemen nicht mehr erforderlich.

Wie kann ich meinen Messstellenbetreiber wechseln?

Wenn Sie Anschlussnutzer sind, können Sie den Messstellenbetrieb von einem anderen als dem grundzuständigen Messstellenbetreiber durchführen lassen. Dies gilt allerdings nicht, wenn der Vermieter als Anschlussnehmer bereits einen anderen Messstellenbetreiber ausgewählt hat.

Der Wechsel ist für Sie kostenfrei. Das heißt, für den Wechsel an sich darf Ihnen nichts berechnet werden.

§ 14 MsbG regelt, was Sie im Fall eines geplanten Wechsels in die Erklärung an Ihren aktuellen Messstellenbetreiber schreiben müssen.

Der Wechsel wird dann zwischen dem alten und dem neuen Messstellenbetreiber direkt abgewickelt.

Ich habe schon eine kommunizierende Messeinrichtung. Muss diese ausgetauscht werden?

Für diese Geräte gibt es eine Übergangsregelung. Wenn Ihre Messstelle mit einer Messeinrichtung ausgestattet ist, die bereits in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist, aber nicht den Anforderungen des MsbG genügt, fällt sie unter die Bestandsschutzregelung von § 19 Abs. 5 MsbG.

Eine solche Messeinrichtung darf unter folgenden Voraussetzungen bis zu acht Jahre ab Einbau genutzt werden:

  • die Nutzung darf nicht mit unverhältnismäßigen Gefahren verbunden sein

und

  •  sie müssen als Anschlussnutzer gegenüber dem Messstellenbetreiber in den Einbau und die Nutzung eingewilligt haben.

Allerdings unterliegt die Rolloutplanung dem jeweiligen grundzuständigen Messstellenbetreiber (gMSB). Demnach kann der gMSB auch schon vor Ablauf der 8 Jahre den Einbau intelligenter Messtechnik nach dem MsbG vornehmen.

Kann ich freiwillig ein intelligentes Messsystem einbauen lassen?

Ja. Sie können sich an Ihren grundzuständigen Messstellenbetreiber wenden, um einen vorzeitigen Einbau und Anschluss zu erreichen. Einen Anspruch auf Einbau haben Sie allerdings nicht.

Sie können auch versuchen, einen Drittanbieter zu finden, der Sie mit einem intelligenten Messsystem ausstattet und dies für Sie betreibt. In diesem Fall müssen Sie den Preis für den Messstellenbetrieb mit dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber aushandeln.

Erhalte ich eine separate Rechnung vom Messstellenbetreiber?

Es kann durchaus sein, dass Sie eine separate Rechnung von Ihrem Messstellenbetreiber erhalten.

Möglichkeit 1:

Die Kosten des Messstellenbetriebs können weiterhin über Ihre normale Energierechnung mitabgerechnet werden,

  • wenn sich Ihr Stromlieferant damit einverstanden erklärt
    und
  • die notwendigen Regelungen zum Messstellenbetrieb in Ihren Liefervertrag aufgenommen werden.

Möglichkeit 2:

Ist Ihr Lieferant nicht einverstanden, erhalten Sie eine separate Rechnung über die Kosten des Messstellenbetriebs von Ihrem Messstellenbetreiber.

Bereits durch die Entnahme von Energie aus dem Netz (Anschalten des Lichtschalters) haben Sie in der Regel automatisch einen Vertrag mit dem Messstellenbetreiber geschlossen. § 9 MsbG

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